Ein-Personen-Unternehmen

Die Kraft der Kleinen

  • Ein-Personen-Unternehmen erlangen im komplexer werdenden Wirtschaftsleben zunehmend an Bedeutung. Mehr als nur ein Grund für die Volksbank, sich mit dieser Zielgruppe in einem gleichlautenden Magazin aktiv auseinanderzusetzen.

Wachsender Stellenwert

  • Unternehmerische „Einzelkämpfer“ sind keine Neuentwicklung der jüngeren Dekaden. Greisler, Schneider und der Wirt ums Eck’ waren immer schon das, was man heute ein „Ein-Personen-Unternehmen“ nennt. Allerdings haben sich die Kleinstunternehmen im Bewusstsein der Öffentlichkeit erst jetzt in den Vordergrund gespielt. Sie verdanken ihren wachsenden Stellenwert ihrer Leistungsfähigkeit und Flexibilität, die durch die Möglichkeiten der Internet-Revolution enorm gewonnen hat.

Ideale Partner

  • Die österreichischen Volksbanken sind als die regionalen „Nahversorger“ der klein- und mittelständischen Unternehmen die natürlichen Partner der Ein-Personen-Unternehmen (EPU). Und als solche wurde diese Publikation jenen Themen gewidmet, denen EPUs täglich begegnen. Marketing, Finanzierung und Förderungen, Netzwerk-Beziehungen oder Risikomanagement sorgen unter EPUs immer wieder für Diskussionsstoff.

  • Förderungen

    Hilfe für den besseren Start

    Unterstützung für den ersten Mitarbeiter

    • Seit 1.9.2009 gibt es die neue Lohnnebenkostenförderung für den ersten Mitarbeiter. Dabei sind alle Arbeitgeber förderbar, sofern sie oder ihre Geschäftsführer GSVG versichert sind und den ersten Mitarbeiter im Rahmen eines echten Dienstverhältnisses anstellen. Der erste Mitarbeiter muss dabei jünger als 30 Jahre und beim AMS als arbeitssuchend vorgemerkt sein. Die Förderhöhe beträgt 25 % des Bruttolohns für höchstens ein Jahr. Und die Arbeitszeit muss mindestens 50 % der Normalarbeitszeit betragen und das Arbeitsverhältnis länger als einen Monat dauern. Das EPU bringt das Förderbegehren bei der regionalen AMS-Geschäftsstelle spätestens 6 Wochen nach Beginn des Dienstverhältnisses ein.

    ERP-Kleinkredite

    • Die ERP-Kleinkredite sind in der aws mit 150 Anträgen pro Monat derzeit der Renner im Fördersystem. Im Rahmen des 1. Konjunkturpaketes stellt die Förderbank für wirtschaftlich selbstständige, gewerbliche, kleine Unternehmen von 10.000 Euro bis 100.000 Euro zu einem gemäßigten Fixzinssatz von derzeit 1,5 % in der Tilgungszeit und 0,5 % in der tilgungsfreien Zeit zur Verfügung. Kosten: 0,9 % einmalig. Der ERP-Kleinkredit ist an Investitionen gebunden. Wer nichts baut oder investiert, sondern ausschließlich mit einem Betriebsmittelkredit die kommenden Wochen oder Monate überstehen will, wird mit seinem Antrag scheitern. Insgesamt wurden 2009/2010 50 Millionen Euro durch das Programm verteilt. Das Programm der ERP-Kleinkredite wird auch 2011 weitergeführt.

    Jungunternehmerförderung

    • Das Programm wendet sich sowohl an UnternehmerInnen der Sparte Gewerbe/Industrie/Handel als auch an UnternehmerInnen der Tourismus und Freizeitwirtschaft, die erstmals eine selbstständige Tätigkeit ausüben und einen Betrieb gründen oder übernehmen. Finanzielle Unterstützung gibt es im Rahmen von materiellen und immateriellen Kosten mit Aktivierungsnachweis. Die Förderung kann entweder durch Zuschüsse bis max 15 % der eingereichten förderbaren Investitionskosten und/oder Übernahme einer Haftung für Kreditfinanzierungen im Ausmaß von max. 80 % erfolgen. Die Zuschusshöhen sowie die Basis für verhaftete Kreditfinanzierungen unterliegen einer Deckelung. In jedem Bundesland sind für JungunternehmerInnen Anschlussförderungen vorgesehen.

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