Sicherheit, Liquidität und Ertrag im „Magischen Dreieck“

  • Maximale Rendite, minimales Risiko und jederzeitige Verfügbarkeit in einer Veranlagung sind wohl die Wünsche jedes Anlegers. Doch es ist längst bekannt: Anlagen, die alle drei Kriterien auf einmal erfüllen, gibt es nicht. Denn eine Veranlagungsform mit hoher Rendite ist meist nicht so sicher wie eine mit niedrigem Ertrag. Sehen wir uns die einzelnen Kriterien im Detail an:

  • Sicherheit

    Sicherheit bezieht sich auf die Schwankungsbreite, die eine Veranlagung aufweist, also zum Beispiel Kursverluste bei Aktien. Meist wird die Sicherheit einer Investition von Rating-Agenturen (Moodys, Standard & Poors) bewertet. Die dabei verwendete Skala reicht von AAA für Anleihen mit bester Bonität bis D als Zeichen schlechtester Bonität. Als Investitionsentscheidung für Aktien kann man Analysen von Investmentshäusern heranziehen.

  • Tipp: Diversifizierung (Streuung) reduziert die Schwankungsbreite. Die Verteilung Ihres Anlagevermögens auf verschiedene Anlage- bzw. Wertpapierformen, Branchen, Länder, Währungen etc. wirkt Risiken gezielt entgegen. Ihr Berater unterstützt Sie bei der Depotdiversifizierung gerne.

  • Liquidität

    Liquidität beschreibt die Verfügbarkeit eines Vermögens. Je schneller und flexibler ein investierter Betrag dem Anleger wieder zur Verfügung steht, desto höher ist die Liquidität der Anlageform.

  • Tipp: Unabhängig von Anlageziel und Mentalität sollte jeder Anleger einen kleinen Teil seines Vermögens als Reserve in liquiden Anlagen halten. Die Höhe des Liquiditätspolsters richtet sich nach Ihren persönlichen Wünschen und Zielen. Im Gespräch mit Ihrem Berater in der Volksbank legen Sie die optimale Höhe des Liquiditätspolsters fest. Bei relativ großem Wertpapierteil empfiehlt sich eine genaue Betrachtung der Liquidität einzelner Titel.

  • Rendite

    Die Rendite ergibt sich aus der Höhe des Ertrages der Vermögensanlage. Zu den Erträgen einer Anlage gehören zum Beispiel Zins- und Dividendenzahlungen sowie Wertsteigerungen, zum Beispiel in Form von Kursgewinnen.

  • Tipp: Wichtig für die optimale Anlage sind zukünftige Gewinnerwartungen, nicht historische Werte eines Titels. Neueste Marktanalysen und aktuellste Informationen zu Unternehmen sind daher von entscheidender Bedeutung.

Die Zusammenhänge im "Magischen Dreieck" der Geldanlage:

  • Das magische Dreieck der Vermögensveranlagung veranschaulicht den Zusammenhang zwischen Sicherheit, Liquidität und Rendite. Jeder Anleger wird zunächst alle Anlageziele möglichst vollständig erfüllt haben wollen. Nachdem es keine Anlageform gibt, die alle drei Anlagefaktoren gleichzeitig abdecken kann, ist das Ziel jedes Anlegers, die für ihn optimale Abstimmung dieser drei Punkte zu finden.

  • Magisches Dreieck

    So besteht zum Beispiel zwischen Liquidität und Rentabilität einer Vermögensanlage ein Zielkonflikt, denn rasch verfügbare Anlagen bringen häufig niedrigere Erträge. Ebenso muss für einen möglichst hohen Grad an Sicherheit meist eine niedrigere Rendite in Kauf genommen werden - und umgekehrt.

  • Ohne Kompromisse sind diese Kriterien nicht miteinander vereinbar. Deshalb sind Ihre persönlichen Bedürfnisse und Erwartungen in Bezug auf Verfügbarkeit und Ertrag einer Kapitalanlage sowie Ihre persönliche Anlagementalität entscheidend bei der Wahl der Anlageform.

    Tipp: Werden Sie sich zunächst Ihrer Anlageziele als Anleger bewusst. Veranlagen Sie nur in Anlageformen, die Sie verstehen. Innerhalb dieses Spannungsfeldes können Sie dann Ihre Präferenzen setzen.