Was macht ein A&R Manager eigentlich den ganzen Tag?

  • Maximilian Matschnig, A&R Manager bei Universal Music Austria, gibt Euch einen exklusiven Einblick ins Business und den Alltag eines A&R Managers.

  • Parsa Sarraf und Maximilian Matschnig (v.l.n.r.)

    Max, seit wann bist Du A&R Manager und was bedeutet das überhaupt?Max: Also A&R steht für Artist & Repertoire. Ich, als A&R Manager, kümmere mich gemeinsam mit meinem Mitarbeiter Parsa Sarraf um den lokalen Künstlernachwuchs bei Universal Music Austria. Wir entdecken Künstler von morgen und signen sie heute. A&R Manager bin ich seit 2 Jahren, war aber davor schon bei Universal Music im Digital Business tätig – das betrifft alles rund um Playlisten und Streaming. Parsa unterstützt mich seit kurzem im Daily Business.

  • Parsa Sarraf und Maximilian Matschnig (v.l.n.r.)

  • Und als A&R Manager wird man einfach geboren?Max (lacht): Schön wär’s. Also eine Affinität und Begeisterung für Musik gehört sicherlich zur Grundausstattung, aber genauso ist auch ein großes Netzwerk ausschlaggebend. Ich bin schon seit Jahren im Musik Business mit dabei. Ich veranstalte seit 8 Jahren diverse Konzertreihen und bin selbst seit 10 Jahren als DJ in vielen Clubs unterwegs. So habe ich mein Netzwerk stetig aufgebaut und das kommt mir nach wie vor zu Gute. Wie kommst Du denn zu den Künstlern oder die Künstler zu Dir – rufen die einfach an?Max: Auf unterschiedlichste Art und Weise. Wie gesagt ein großes Netzwerk ist wichtig. Ich bin viel auf Konzerten unterwegs, ich spreche mit Leuten aus dem Business, bekomme viele Tipps, recherchiere aktiv auf Blogs, YouTube, Spotify & Co, schaue mir die Social Media Trends an, höre Demos durch die bei uns eingehen. Ich versuche „einfach“ Künstler frühzeitig zu entdecken und für unser Label zu signen. Und woher weißt Du dann wer der nächste große Star ist?Max: Gute Frage. Ich würde sagen, hier spielt sehr viel Bauchgefühl mit. Ja, man braucht ein gutes Ohr und Verständnis bzw. Feingefühl für die Musik und das Business, aber sehr viel hängt am Ende eben vom Bauchgefühl ab. Damit bin ich immer noch gut gefahren. Interessant sind natürlich Charaktere die ein Gesamtpaket mitbringen – also die neben der Musik vielleicht auch in anderen Bereichen wie Fashion oder Kunst zu Hause sind – Personen, mit dem gewissen Etwas. Ja es kommt natürlich oft vor, dass wir Demos oder Artists ablehnen. Das liegt aber nicht immer daran, dass sie schlecht sind, sondern es kommt auch viel auf’s richtige Timing an. Wie lange dauert es dann bis die erste Single live geht?Max: Das ist sehr sehr unterschiedlich. Oft signen wir einen Künstler frühzeitig, weil wir viel Potential sehen und arbeiten dann gemeinsam an verschiedenen Demos über eine längere Zeit. Bis der perfekte Song dabei ist und wir dann auch den Videodreh starten. Oft wird aber auch ein bereits erfolgreicher Künstler gesigned und innerhalb weniger Wochen gehen die ersten Songs live. Kannst du uns schon einen Tipp geben, wer denn als nächster Künstler auf der Bildfläche auftaucht?Max (schmunzelt): Es tut sich gerade einiges. Parsa und ich sind mit Demos und Videodrehs beschäftigt – aber ich verrate nicht zu viel. News folgen bald, also bleibt dran.