Energieeffizienz: 5 Tipps für KMU

  • Viele KMU unterschätzen das Einsparpotenzial beim Thema Energieverbrauch. Die richtige Herangehensweise kann bares Geld wert sein. „Sparen ist eine gute Einnahme“, meinte schon Cicero zu alten Römerzeiten. Umgelegt auf die Gegenwart gilt diese Aussage auch für das Thema Energie. In der Steigerung der Energieeffizienz liegt für jedes Unternehmen nicht nur bares Geld, es kann so auch einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. KMU sehen Energiesparen jedoch selten als Priorität. Dabei lässt sich ein beträchtliches Einsparpotenzial manchmal bereits durch einfach umzusetzende und kostengünstige Maßnahmen erzielen.

Richtig messen

  • Umfassendes Energiemanagement im Unternehmen ist ein komplexes Thema und muss freilich auch wirtschaftlich durchdacht werden. Daher braucht Energiesparen eine solide Zahlenbasis. Erst das Messen des Ressourcenverbrauchs schafft eine aussagekräftige Ausgangslage. Dabei gilt: So einfach – und damit auch kostengünstig – wie möglich, so komplex wie nötig. Messungen sollten jedenfalls exakt, rasch durchführbar und nachvollziehbar sein. Die Messdaten sind die Grundlage für die Ermittlung der Hot Spots des Energieverbrauchs und somit für eine Input-Output-Analyse und erste Abschätzung des Einsparpotenzials.

Schlüsselfaktor Mitarbeiter

  • Nicht nur im Unternehmensalltag, auch beim Energiesparen gilt: Der Schlüssel sind die Mitarbeiter. Erfahrungen zeigen, dass die Hälfte des Sparpotenzials beim Menschen liegt. Zielführende Maßnahmen sind daher:

    • Die Mitarbeiter über die Bedeutung von Energieeffizienz fürs Unternehmen informieren.
    • Sparziele und -erfolge kommunizieren.
    • Schulungen der Mitarbeiter zu mehr Energiebewusstsein. Motivation, um das Nutzerverhalten zu ändern.
    • Möglichkeiten für Feedback geben, Ideen und Anregungen bei Mitarbeitern einholen. Sie kennen die Abläufe in ihrem Arbeitsbereich im Detail und wissen daher, wo Energiesparpotenziale liegen.

L(e)icht sparen

  • Mit welchen manchmal banalen Einzelmaßnahmen man effektive Einsparungen erzielen kann, lässt sich am Beispiel der Beleuchtung zeigen. Nach den Angaben von klimaaktiv, der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus, sind in Europa 75 Prozent der Industrie- und Bürobeleuchtung veraltet oder ineffizient. Ein Kostenfaktor, der im gewerblichen und industriellen Bereich häufig unterschätzt wird.
    Tipps:

    • Tageslicht verstärkt nutzen
    • Energieeffiziente Leuchtmittel einsetzen
    • Bedarfsgerechte Schaltung etwa durch Bewegungsmelder
    Eine bessere Beleuchtung hat auch indirekte Effekte, etwa erhöhtes Wohlbefinden der Mitarbeiter.

Intelligent unterwegs

  • Welche Wege werden wie am besten zurückgelegt? Intelligente Konzepte für ein ganzheitliches Mobilitätsmanagement geben die entsprechende Antwort. Anreize für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder gar Fahrrad sind hier nur eine Möglichkeit. Natürlich sind zahlreiche Betriebe auf Kraftfahrzeuge angewiesen. Mit dem entsprechenden Fuhrpark und Spritspartrainings kann die Mobilität mit Verbrennungsmotor umweltfreundlicher gestaltet werden.

Lernen von den Besten

  • Das Rad muss ja nicht ständig neu erfunden werden. Zahlreiche Unternehmen in Österreich haben bereits Energieeffizienz-Maßnahmen erfolgreich und gewinnbringend umgesetzt. klimaaktiv etwa hat mehr als 200 Best-Practice-Beispiele aus unterschiedlichen Branchen zusammengestellt: www.klimaaktiv.at/vorzeigebetriebe. Im Zweifelsfall kann eine gezielte Energieberatung Ihrem Unternehmen im konkreten Fall weiterhelfen. Denn eingesparte Energie ist auch eingespartes Geld.